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Schweizer Rotweine

Wer an die Schweiz denkt, denkt an Berge, Schokolade, Käse. Aber an Rotwein? Noch nicht. Denn Schweizer Rotweine sind ein Geheimtipp, der es verdient, gelüftet zu werden. Zwischen Alpenkamm und Seeufer, steilen Terrassen und winzigen Parzellen entstehen hier Tropfen, die mit keiner anderen Weinregion vergleichbar sind. Klein in der Fläche, gross im Charakter – das ist die Schweiz im Glas. Und zwar ganz besonders, wenn es rot funkelt.

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Rotweine aus Schweizer Weinregionen

Wer einmal durch die Weinregionen der Schweiz gereist ist, weiss: Hier ist Vielfalt keine Floskel, sondern Geografie. Zwischen Wallis und Waadt, Tessin und Schaffhausen ziehen sich Reben über Hänge, ducken sich in geschützte Täler oder recken sich auf über 1.000 Metern der Sonne entgegen. In einem Land, das kleiner ist als manche Weinregion Frankreichs, gibt es mehr Mikroklimata als anderswo auf tausend Kilometern. Und genau das schmeckt man.

Die Rebsorten sind traditionell, der Stil ist eigenständig und der Aufwand hoch. Denn wo Maschinen nicht fahren können, ist Handarbeit gefragt. Wo das Klima Kapriolen schlägt, zählt Erfahrung mehr als Technik.

Wo in der Schweiz liegen die Anbaugebiete für Rotwein?

Schweizer Rotwein entsteht nicht in endlosen Monokulturen, sondern in Parzellen, die oft kleiner sind als ein Fussballfeld. Und genau das macht den Reiz aus: Die wichtigsten Anbaugebiete ziehen sich wie ein Mosaik durch das Land – geprägt von Höhenlage, Boden und Klima:

  • Wallis: Das grösste Weinanbaugebiet der Schweiz ist ein Sonnenkind. Über 300 Sonnentage, karge Böden und steile Terrassen bringen hier kraftvolle, trockene Rotweine hervor. Dôle, Cornalin oder Humagne Rouge sind Namen, die man kennen sollte.
  • Tessin: Im Süden der Alpen dominiert der Merlot. Die Weine sind weich, voll und elegant mit einem Hauch italienischem Temperament und alpiner Frische. Die Rebflächen liegen oft in luftiger Höhe und profitieren vom milden, fast mediterranen Klima.
  • Bündner Herrschaft: Klein, aber stilbildend. Hier entstehen einige der feinsten Pinot Noirs der Schweiz – duftig, burgundisch, komplex. Die Bündner Herrschaft ist das Paradebeispiel dafür, wie viel Finesse in Schweizer Rotwein stecken kann.
  • Waadt: Zwischen Genfersee und Jurakette wachsen Pinot Noir und Gamay auf kalkhaltigen Böden. Die Weine wirken leichtfüssig, klar und mineralisch.
  • Neuenburg, Genf und das Drei-Seen-Land: Diese Regionen sind geprägt vom Einfluss grosser Seen. Das milde Klima lässt elegante, oft florale Rotweine entstehen. Gamay spielt hier eine grosse Rolle – mal reinsortig, mal als Teil einer Cuvée.
  • Deutschschweiz (u.a. Schaffhausen, Zürich, Aargau): In der Deutschschweiz herrscht der Blauburgunder. Die Weine sind hell, fruchtig und charmant – aber unterschätzen sollte man sie nicht. In guten Jahren zeigen sie Tiefe, Grip und echtes Reifepotenzial.

Welche dunklen Rebsorten werden in der Schweiz angebaut?

Schweizer Rotweine sind keine lauten Showstars, aber hinter der Zurückhaltung steckt Vielfalt: ein spannender Mix aus bekannten Sorten, regionalen Spezialitäten und echten Originalen. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Rebsorten, die in den Schweizer Weinregionen Farbe, Tiefe und Charakter in die Gläser bringen:

  • Pinot Noir / Blauburgunder: Pinot Noir – oder Blauburgunder, wie man ihn in der Deutschschweiz nennt – ist die meistangebaute Rebe des Landes. Ihre Weine sind hell, oft rubinrot, duften nach roten Beeren und zeigen im besten Fall eine fast burgundische Eleganz. Besonders in der Bündner Herrschaft, im Wallis oder am Zürichsee zeigt sie, wie fein sie sein kann.
  • Gamay: Gamay fühlt sich vor allem in der Romandie, im Waadtland, im Wallis und rund um Genf wohl. Die Weine sind hellrot, oft duftig, mit feiner Säure. Gamay wird sortenrein ausgebaut oder mit Pinot Noir zum berühmten Dôle verschnitten – ein typischer Schweizer Rotwein mit Charakter und Trinkfluss.
  • Merlot: Weiter südlich, im Tessin, übernimmt Merlot das Kommando. Hier entstehen kraftvolle, dunkle Rotweine mit weichem Tannin und viel Substanz. Das milde Klima südlich der Alpen verleiht den Weinen eine fast mediterrane Wärme – und doch bleibt alles auf der feinen Seite.
  • Cornalin: Ein echtes Stück Walliser Identität. Die Rebe ist launisch und anspruchsvoll, aber wenn sie will, zeigt sie Charakter. Die Weine sind tiefrot, mit Aromen von dunklen Kirschen, Gewürzen und oft einem Hauch Wildheit.
  • Humagne Rouge: Ebenfalls aus dem Wallis. Etwas rustikaler als Cornalin, mit erdigen Noten, oft kräutrig und kraftvoll. Humagne Rouge ist ein echter Naturbursche unter den Schweizer Rotweinen – nicht immer leicht zugänglich, aber ehrlich und ausdrucksstark.
  • Syrah: Eigentlich französisch, aber im Wallis längst heimisch geworden. Syrah bringt hier strukturierte, würzige Weine mit dunkler Frucht. Besonders spannend: die Kombination aus alpinem Klima und südlicher Reife. Ein echtes Schweizer Unikat.
  • Gamaret und Garanoir: Die Schweiz kann auch züchten. Gamaret und Garanoir sind Kreuzungen mit robustem Wesen, viel Farbe und runden Tanninen. Sie liefern moderne, zugängliche Weine – ideal für alle, die etwas Neues probieren wollen, das trotzdem schweizerisch bleibt.

Schweizer Rotweine bei SCHULER entdecken

Wer Schweizer Rotwein bislang für einen Nebendarsteller gehalten hat, dürfte bei SCHULER schnell umdenken. Denn hier kommen nicht die üblichen Verdächtigen ins Glas, sondern Tropfen mit Charakter, Herkunft und einer Portion Eigensinn. Hier vier Schweizer Originale, die man kennen sollte:

Chevaliers Lux Vina Pinot Noir Clos de Pachje 2022

Ein Pinot Noir, wie er nur in der Schweiz entstehen kann – filigran, glockenklar und mit dieser typischen Spannung aus Frucht und Frische. Der Clos de Pachje stammt aus der Deutschschweiz, zeigt rubinrote Reflexe, duftet nach roten Beeren, etwas Hagebutte und zarter Würze. Am Gaumen wirkt er präzise, seidig und elegant.

Gillard Cornalin Trésors de Famille 2022

Walliser Rebsorten sind oft kleine Diven – aber wenn man ihnen die Bühne lässt, liefern sie Drama in Bestform. Dieser Cornalin stammt von Gillard, einem Weingut mit tiefen Wurzeln im Wallis. In der Nase dunkle Kirschen, Schlehe und Kräuter, am Gaumen saftig und strukturiert, mit einer feinen Wildnote.

Tre Merli Merlot Riserva DOC 2018

Der Süden der Schweiz zeigt sich hier von seiner besten Seite: Merlot aus dem Tessin, gereift, komplex und tiefgründig. Dunkle Pflaume, schwarze Johannisbeere, Tabak, etwas Lakritze. Die Riserva zeigt, wie edel Merlot sein kann, wenn Klima, Boden und Handwerk zusammenspielen.

Gilliard Dôle des Monts 2022

Ein Walliser Klassiker, der die Vielschichtigkeit der Region in jedem Glas zeigt. Die Dôle des Monts vereint Pinot Noir und Gamay zu einem harmonischen Ganzen – fruchtbetont, lebendig und mit feiner Eleganz. In der Nase Aromen von roten Kirschen, Himbeere und einem Hauch von Gewürzkräutern. Am Gaumen saftig und präzise, mit samtiger Textur und einer feinen mineralischen Note, die typisch für die Walliser Terroirs ist. Ein Wein, der sowohl puren Trinkgenuss als auch spannende Begleitung zu regionalen Spezialitäten bietet.

Probieren Sie sich durch die Rotweine der Schweiz

Schweizer Rotweine überzeugen mit einem erstaunlichen Spektrum: vom duftigen, fast ätherischen Pinot Noir bis zum kraftvollen, dunkelwürzigen Merlot aus dem Tessin. Dazwischen: Gamay, der gerne verspielt daherkommt, oder ein Cornalin mit kernigem Rückgrat und wilder Aromatik. Wer einmal ins Glas riecht, entdeckt oft rote Beeren, Kirsche, einen Hauch Pfeffer oder Tabak – je nach Rebsorte, Lage und Ausbauart.

Auf dem Teller darf es dazu gerne deftig, aber nicht zu laut werden. Ein gut gebratener Lammrücken macht sich ebenso gut wie Wildgerichte, ein herbstliches Pilzrisotto oder ein einfacher, gereifter Alpkäse. Auch zu geschmortem Rindfleisch oder einer kräftigen Pasta zeigen viele Schweizer Rotweine, wie gut sie am Tisch funktionieren und wie viel Charakter in ihnen steckt.

Am besten servieren Sie die Weine bei 16 bis 18 Grad und lassen ihnen etwas Luft. Besonders gereifte Tropfen oder kräftige Cuvées gewinnen deutlich durch kurzes Dekantieren. Denn wie bei vielem in der Schweiz gilt: Wer sich Zeit nimmt, wird belohnt.

Schweizer Rotweine jetzt online bei SCHULER kaufen

Ob Sie gerade ein festliches Essen planen oder einfach einen ruhigen Abend mit gutem Glas – Schweizer Rotweine haben die erstaunliche Fähigkeit, sich unaufdringlich in den Moment einzufügen. Ein eleganter Pinot Noir für das Kalbsrückenfilet. Ein rassiger Cornalin zum Hirschragout. Oder ein samtiger Merlot Riserva für den Kaminabend zu zweit.

Stellen Sie sich Ihre persönliche Selektion zusammen oder starten Sie mit einem Klassiker. Denn manchmal braucht es keine weite Reise, um Neues zu entdecken. Nur eine gute Flasche.