Alte Gemüsesorten
Ein makelloses Äusseres, schnell wachsend und besonders ertragreich. Das sind die Ansprüche an das Gemüse, das wir im Supermarkt kaufen. Diese Gründe haben einen gewissen Teil dazu beigetragen, dass ca. 75 Prozent aller Kulturpflanzen aus dem Jahr 1900 verschwunden sind. Lange Zeit waren auch Gemüsesorten fast vollständig von der Bildfläche verschwunden, die noch bei unseren Grosseltern auf den Tisch gekommen sind.
Geschmacklich Intensiver
Der Spitzengastronomie haben wir es zu verdanken, dass heimische Klassiker wie Rote Rande, Mangold, Pastinake, Bodenkohlrabi, Petersilienwurzel und Schwarzwurzel ein Comeback feiern. Es verwundert nicht, dass viele Köche mit den alten Sorten experimentieren. Schmecken sie doch weit intensiver und weniger eintönig als die Züchtungen der Nahrungsmittelindustrie.
Nährstoffreicher
Doch nicht nur geschmacklich haben sie Vorteile: Sie sind ideal an die heimischen Bedingungen angepasst und dadurch hart im Nehmen. Kälte oder Trockenheit kann ihnen weniger anhaben. Da die alten Sorten langsamer wachsen als moderne Zuchtpflanzen, können sie mehr Nährstoffe bilden. Sie enthalten ausserdem mehr sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken: Sie schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollen das Risiko für bestimmte Krebsarten senken. Es zahlt sich also nicht nur geschmacklich aus, alte Sorten wieder mal aufzutischen!